Unser Sprachsystem ist überaus komplex. Aber bei Kundengesprächen scheint es doch manchmal komplett auszufallen. Die Angst vor Versagen ist allgegenwärtig.

Wie findet mich der Kunde? Bin ich ihm sympathisch? Wirke ich professionell? Bekomme ich den Auftrag?

Fragen über Fragen, Ängste über Ängste.

Doch wir machen uns viel zu viel Gedanken darüber. Denn in erster Linie kommt es natürlich auf unsere Fachkompetenz an. Aber das Vertrauen, das der Kunde in uns bekommen soll, hängt vom ersten Treffen ab.

Das erste Treffen – die Begrüßung

Schulterklopfen und ein Hi was geht ab solltest Du lieber lassen. Warum? Das muss ich wohl nicht erklären.
Begrüßungsrituale hat man uns schon von Kindesbeinen an gelehrt. Und die ändern sich auch nicht beim Kunden.

Grüß Gott und Schönen guten Tag sind die gängigen Begrüßungen, die auch Regionen übergreifend (von München bis nach Hamburg) geläufig sind. Noch den Namen dazu und ein kräftiger und sicherer Händedruck in passender Distanz (die ungefähr eine Armlänge ist), schon hat man einen Pluspunkt. Und beim Hände schütteln nicht vergessen, in die Augen des Gegenüber zu schauen. Es macht keinen guten Eindruck ihn dabei zu ignorieren.

Trotz moderner anderer Möglichkeiten (etwa Skype, Slack oder auch Email) ist das persönliche Gespräch immer noch die primär genutzte Kommunikationsvariante. Denn es geht nichts über ein Gespräch von Angesicht zu Angesicht. Und hier sollte man gewisse Umgangsformen beherrschen.

Die Kleidung

In erster Linie die Kleidung. Kleider machen Leute. Und das ist bei einem Geschäftstreffen mit dem Kunden enorm wichtig. Nur in einer angemessenen Kleidung, dem sogenannten Businessoutfit, entscheidest Du, wie der Kunde Dich wahrnimmt. Bist Du angemessen gekleidet wirst Du wahr und ernst genommen und wirkst kompetent. Je nach Branche solltest Du Dir also vor einem wichtigen Kundentreffen überlegen, was ziehe ich an.

Begrüßung

Gehe auf den Kunden zu und begrüße ihn mit Handschlag. Ein kräftiger Händedruck (ohne ihn dabei die Hand zu brechen) zeugt von Wertschätzung. Dabei nicht vergessen: dem Kunden in die Augen schauen. Wenn der Kunde zu Dir kommt, bitte ihn Platz zu nehmen und biete ihm Getränke an, um erst mal die Situation aufzulockern.

Das Gespräch selbst

Lümmel Dich nicht in den Stuhl, sonder sitze aufrecht, aber nicht zu steif. Deine Körperhaltung soll dem Kunden zeigen, dass Du gelassen bist und eine gewisse Selbstsicherheit ausstrahlen. Das wiederum spiegelt eine gewisse Kompetenz aus.

Bereite Dich für das Gespräch auf das Thema mit dem Kunden gut vor. Vielleicht kannst du im Vorfeld auf die Internetseite bei einem Firmenkunde schauen und Dir dadurch schon einmal ein paar Infos einholen. Das spiegelt Interesse wieder und Du punktest bei Deinem potenziellen Kunden.
Unterbreche den Kunden nicht beim Reden, das ist absolut unhöflich. Frage ihn, was er gerne möchte, was er sich vorstellt. Welche Lösungen und Dienstleistungen kannst Du ihm anbieten, um ihm zu helfen.

Beim Reden solltest Du Deinem Gegenüber anschauen, egal ob Du sprichst oder er. Ein direkter Blickkontakt zeigt ihm, dass Du Interesse an ihm beziehungsweise an seinen Problemen hast.

Also Du hast es in der Hand, ob Dein Kunde den Auftrag an Dich vergibt oder sich nie wieder meldet. Denn merke

Die Kommunikation ist eine Säule der modernen Gesellschaft.
Wer nicht miteinander redet, kann nicht zueinanderkommen.